Ich bin Nadia Friesenhan – Yogalehrerin, Musiktherapeutin und Pädagogin.
Schon früh haben mich Fragen nach dem Leben und dem Menschsein begleitet: Wer sind wir jenseits unserer Rollen und Geschichten? Was macht uns im Innersten aus? Was trägt uns durch die Höhen und Tiefen des Lebens? Und wie können wir immer wieder zu dem zurückfinden, was in uns wesentlich und lebendig ist?
Mein Studium der Philosophie und Germanistik führte mich zunächst in den Schuldienst. Doch auch nach meinem Philosophiestudium war meine Suche nach Antworten auf die Fragen, die mich schon lange begleiteten, nicht beendet. Ich begann, mich zunehmend für fernöstliche Philosophie und spirituelle Traditionen zu interessieren.
Meditation begleitete mich bereits seit meiner Jugend. Mein Weg zum Yoga führte mich deshalb weniger über die körperliche Praxis als über die Suche nach einem tieferen Verständnis von uns selbst und unserem Sein. Im Yoga begegnete mir vieles von dem wieder, was mich schon lange bewegt hatte – nun jedoch nicht allein als philosophische Frage, sondern als etwas, das unmittelbar erfahren und gelebt werden kann.
So wurde Yoga für mich zunehmend zu einem Weg nach innen – und schließlich zu einer Berufung.
Seit meiner Yogalehrerausbildung im Jahr 2017 bilde ich mich kontinuierlich in den Bereichen Yoga, Meditation, Achtsamkeit, Klang und Yogaphilosophie weiter. Mit meiner musiktherapeutischen Ausbildung öffnete sich ein weiterer Herzensweg. Heute dürfen sich diese verschiedenen Erfahrungen und Zugänge in meiner Arbeit miteinander verbinden.
Für mich sind Yoga und Musik weit mehr als Methoden. Sie sind Wege des Erlebens und der Selbsterfahrung. In einer Welt, die oft von Schnelligkeit, Leistung und dem Gefühl geprägt ist, funktionieren zu müssen, können sie uns einladen, innezuhalten. Zu atmen. Zu lauschen. Wahrzunehmen.
Einfach da zu sein.
Ich glaube, dass jeder Mensch eine tiefe innere Kraft und Weisheit in sich trägt. Manchmal ist der Zugang dazu überlagert – von alten Prägungen, Ängsten, Verletzungen, Erwartungen oder der Vorstellung, anders sein zu müssen, als wir sind.
Meine Arbeit möchte einen Raum schaffen, in dem wir uns wieder erinnern dürfen: an unseren Körper, unseren Atem, unsere Wahrnehmung, unsere eigene Stimme – und vielleicht an etwas, das tiefer liegt als all das: an unser ursprüngliches Gefühl von Verbundenheit.
Dabei bedeutet Ganzheit für mich, auch jenen Seiten unseres Menschseins mit Mitgefühl zu begegnen, die wir nicht immer gerne zeigen. Heilung heißt für mich nicht, jemand anderes zu werden oder frei von allen Schwierigkeiten zu sein. Vielleicht bedeutet sie vielmehr, immer tiefer bei sich selbst anzukommen – mit allem, was zu uns gehört.
Meine Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – in Schulen, im Hochschulsport, in sozialen Einrichtungen sowie in der musiktherapeutischen Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen – hat mich immer wieder erfahren lassen, wie einzigartig jeder Lebensweg ist.
Deshalb möchte ich diesen Weg nicht vorgeben. Ich möchte Menschen dabei begleiten, wieder Zugang zu ihrem eigenen inneren Wissen zu finden und Vertrauen in den eigenen Weg zu entwickeln.
In meinen Stunden verbinden sich sanfte Yogapraxis, Meditation und die Kraft des Klangs. Handpan, Harmonium, Aureliophone und weitere Instrumente begleiten uns dabei, aus dem Denken stärker ins unmittelbare Erleben zu finden. Atem und Bewegung führen uns zurück in den Körper, Meditation in die bewusste Wahrnehmung – und in der Stille entsteht manchmal etwas ganz Einfaches und Kostbares: ein Gefühl des Ankommens.
Inspiration finde ich in der Yogaphilosophie und besonders im Bhakti-Yoga – in der Haltung von Hingabe, Vertrauen und Verbundenheit. Ebenso begleiten mich die klassische Musik, mein Klavier- und Geigenspiel, regelmäßige Aufenthalte im Ashram und die Natur.
Die Natur erinnert mich immer wieder an etwas, das wir Menschen leicht vergessen: dass nicht alles im Leben forciert werden muss. Alles hat seine eigene Zeit. Eine Blüte muss nicht darüber nachdenken, wie sie blühen soll. Ein Baum muss nicht schneller wachsen. Und auch wir dürfen unserem eigenen Rhythmus vertrauen.
Vielleicht liegt darin eine Form von Weisheit, die nicht durch Denken entsteht, sondern durch Lauschen.
Die wertvollste Zeit verbringe ich mit meinem Mann und unserem Sohn. Sie erinnern mich daran, dass Spiritualität nicht nur in der Meditation, auf der Yogamatte oder im Ashram zu finden ist. Sie begegnet uns mitten im Leben – in Beziehung, Liebe, Verantwortung, Freude und ebenso in den Herausforderungen des Alltags.
Vielleicht ist das Leben selbst unser größter Lehrer.
Ich freue mich darauf, dich ein Stück auf deinem Weg begleiten zu dürfen – achtsam, wertschätzend und mit offenem Herzen.
Nicht mit dem Anspruch, dir zu sagen, wer du sein sollst.
Sondern mit dem Vertrauen darauf, dass bereits etwas in dir ist, das seinen eigenen Weg kennt.
Vielleicht geht es nicht darum, irgendwo anders anzukommen.
Vielleicht geht es darum, immer mehr bei dir selbst anzukommen.

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