„Musiktherapie weckt nicht nur düstere Anklänge und leidvolle Klagen; sie bringt auch alte Kraft, verschüttete Lust, Lachen, Mut zur Sehnsucht und Wagnis zur Zärtlichkeit hervor.“
Gertrud Loos
Gertrud Loos
Musiktherapie
Musiktherapie ist für mich ein Weg, auf dem wir uns selbst auf besondere Weise begegnen können. Sie eröffnet einen Raum, in dem nicht immer alles in Worte gefasst werden muss und in dem auch das, was jenseits der Sprache liegt, Ausdruck finden darf.
Als ganzheitliches Therapieverfahren kann Musiktherapie dich dabei unterstützen, dein seelisches, körperliches und geistiges Wohlbefinden zu stärken und wieder Zugang zu deinen eigenen Ressourcen und inneren Kräften zu finden.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Betrachtung von Symptomen oder dem, was gerade schwerfällt. Vielmehr möchte ich gemeinsam mit dir den Menschen in seiner Ganzheit betrachten – mit seiner Geschichte, seinen Bedürfnissen, seinen Verletzlichkeiten und ebenso mit seinen Fähigkeiten, seiner Kreativität und seinem individuellen Potenzial.
Musik als Weg nach innen
Musik kann etwas in uns berühren, das sich dem rationalen Verstehen entzieht. Ein Klang kann Erinnerungen wecken, Gefühle zum Schwingen bringen oder einen inneren Raum öffnen, für den uns zunächst die Worte fehlen.
In der aktiven Musiktherapie entsteht durch freie Improvisation ein unmittelbarer Ausdruck dessen, was gerade da ist. Dabei geht es nicht um musikalisches Können oder darum, „schöne“ Musik zu machen. Es geht um das Erleben, um Begegnung und darum, dem eigenen Inneren eine Stimme zu geben.
In der rezeptiven Musiktherapie kann das bewusste Hören von Musik einen Raum für Wahrnehmung, Entspannung und innere Erfahrung eröffnen. Klänge können uns berühren, tragen, bewegen oder an Orte in uns führen, die im Alltag wenig Raum bekommen.
Anschließend besteht die Möglichkeit, das Erlebte im therapeutischen Dialog gemeinsam zu betrachten und zu reflektieren. Was hat sich gezeigt? Welche Gefühle, Bilder oder Erinnerungen sind aufgetaucht? Was möchte gesehen oder verstanden werden?
Dabei müssen nicht immer Worte die erste Sprache sein.
Ausdruck jenseits der Worte
Manchmal findet ein Gefühl seinen Ausdruck in Musik. Manchmal in einem Bild, einer Farbe oder einer Form. Manchmal möchte sich etwas durch Bewegung zeigen – durch Tanz, Körperwahrnehmung oder eine achtsame Begegnung mit dem eigenen Körper.
Deshalb schöpfen wir im therapeutischen Prozess aus einem vielfältigen Spektrum kreativer Möglichkeiten. Du darfst ausprobieren und entdecken, welche Ausdrucksform sich für dich stimmig anfühlt.
Dabei geht es nicht darum, etwas „richtig“ zu machen. Es gibt kein musikalisches oder künstlerisches Können, das vorausgesetzt wird.
Es geht um dich.
Um das, was sich in diesem Moment zeigen möchte.
Und um die Möglichkeit, diesem Erleben Raum zu geben.
Ressourcenorientierte Begleitung
In meiner musiktherapeutischen Arbeit orientiere ich mich an deinen individuellen Ressourcen. Das bedeutet, dass wir nicht ausschließlich auf Symptome, Schwierigkeiten oder Erkrankungen schauen, sondern ebenso auf das, was dich trägt und was in dir lebendig ist.
Welche Kräfte hast du bereits entwickelt? Was gibt dir Halt? Wo liegen deine Fähigkeiten und deine schöpferischen Möglichkeiten? Was lässt dich mit dir selbst und mit dem Leben verbunden fühlen?
Ich möchte dich darin unterstützen, diese inneren Ressourcen wahrzunehmen, ihnen zu vertrauen und ihnen mehr Raum zu geben.
Dabei ist für mich jeder Mensch einzigartig. Es gibt keinen vorgegebenen Weg und keine Erfahrung, die für alle gleichermaßen passend ist. Die Therapie darf sich an dem orientieren, was du mitbringst und was sich im gemeinsamen Prozess entwickelt.
Für wen ist Musiktherapie geeignet?
In meinen musiktherapeutischen Sitzungen sind Menschen willkommen, die sich in einer schwierigen oder psychisch herausfordernden Lebensphase befinden und Unterstützung suchen.
Gleichzeitig darf Musiktherapie auch ein Weg der Selbsterfahrung sein – für Menschen, die aus persönlichem Interesse, Neugier oder Freude am kreativen Ausdruck mehr über sich selbst erfahren möchten.
Du musst nicht musikalisch sein.
Du musst nichts können.
Du musst auch nicht wissen, was dich erwartet.
Vielleicht reicht zunächst die Bereitschaft, neugierig zu sein und dich auf eine etwas andere Form der Begegnung mit dir selbst einzulassen.
Mobile Musiktherapie
Als mobile Musiktherapeutin komme ich mit einer vielfältigen Auswahl an Instrumenten und Materialien zu dir.
Dazu gehören unter anderem therapeutische Klangschalen, Koshi, Sansula, Zungentrommel, Monochord, Ukulele und Gitarre sowie verschiedene Materialien für den kreativen Ausdruck wie Papier, Farben, Stifte und Ton.
Je nachdem, was für dich stimmig ist, können Klang, Musik, Bewegung, Gestaltung und Gespräch miteinander verbunden werden.
Die Therapie kann im Einzelsetting oder in einer Gruppe stattfinden.
So entsteht ein geschützter Raum, in dem du innehalten, wahrnehmen, ausdrücken und dir selbst auf neue Weise begegnen kannst.
Vielleicht führt dieser Weg nicht zu fertigen Antworten.
Vielleicht führt er zunächst zu besseren Fragen.
Und vielleicht entsteht genau darin etwas Wesentliches: ein tieferes Verständnis für dich selbst und ein wachsendes Vertrauen in deinen eigenen Weg.